Angesichts der jüngsten Verbrechen in Ayotzinapa und Tlatlaya scheinen sich unpräzise Erklärungsansätze, Halbwahrheiten und Mythen in den öffentlichen Diskussion über Mexiko zu häufen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig Räume für eine theoretische Reflexion zu schaffen, die diesen stereotypisierten Darstellungen der Gewalt entgegenzutreten versuchen. In diesem Sinne soll die von Doktorand*innen organisierte Nachwuchstagung am Lateinamerika- Institut der Freien Universität Berlin einen Ort der theoretischen Debatte und Auseinandersetzung bieten, um wesentliche Aspekte der komplexen Beziehung zwischen Staat, organisiertem Verbrechen und Zivilbevölkerung zu beleuchten.

Die Nachwuchstagung findet am 19. und 20. Februar 2015 im Lateinamerika- Institut der Freien Universität Berlin statt (Rüdesheimer Str.54-56, 14197 Berlin, Raum 201).

Zielsetzungen

Die Nachwuchstagung verfolgt drei grundsätzliche Ziele: einerseits soll sie aus einer transdisziplinären Perspektive in der wissenschaftlichen Reflektion über der Situation der Gewalt in Mexiko mitwirken; auf der anderen Seite soll ein Beitrag zum Austausch des in unterschiedlichen Institutionen Deutschlands generierten (theoretischen und empirischen) Wissens zu den Themen Gewalt, staatliche Sicherheit, organisiertes Verbrechen, Formen der Staatlichkeit, soziale Bewegungen sowie den Auswirkungen genannter Aspekte in soziokulturellen Zusammenhängen geleistet werden. Außerdem soll ein Rahmen geschaffen werden, in welchem Masterstudierende und Doktorand*innen sowie Aktivist*innen ihre (Forschungs-) Projekte rund um genannte Themen präsentieren und diskutieren können.

Versión Española

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